Streckenabschnitt Karlsruhe–Rastatt (StA 1)
Die Planungen für den Streckenabschnitt zwischen Karlsruhe und Rastatt sehen vor, die Neubaustrecke ab südlich Forchheim auf einer eigenen Trasse zu führen. Die zweigleisige neue Strecke soll zwischen Durmersheim und Rastatt gebündelt mit gleichzeitig geplanten Ortsumgehungen verlaufen. Der Nahverkehr verbleibt auf der bestehenden zweigleisigen Strecke an den Ortslagen. Diese Streckenführung hatte sich im Vergleich verschiedener Varianten als günstigste erwiesen. Die Neubaustrecke beginnt beim Abzweig Bashaide in der Nähe von Rheinstetten. Hier werden aus der bestehenden Rheintalbahn zwei neue Gleise ausgefädelt, die anschließend die Stadt Rastatt in Tunnellage unterfahren. Auf der Gemarkung Rastatt-Niederbühl werden die Gleise im Bereich der Querung mit der Autobahn A 5 an die dort bereits bestehende Neubaustrecke angeschlossen.
Die Streckenführung im Stadtgebiet von Rastatt erfolgt im Tunnel. Das Bauwerk unterquert die Federbachniederung und das Stadtgebiet Rastatt bis in den Bereich Niederbühl. Hierzu wird die Streckengradiente abgesenkt, je nach Geländeverlauf haben die Tunnelröhren eine maximale Überdeckung von 20 Metern. Mit der Untertunnelung des Stadtgebietes können die Bewohner künftig vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlastet werden. Zudem lassen sich so der Fluss Murg und der Federbach ohne Beeinträchtigung unterfahren. Der Tunnel mit zwei eingleisigen Röhren wird entsprechend der neuen Sicherheitsrichtlinie des Eisenbahnbundesamtes geplant. Ausgelegt wird der Tunnel Rastatt für eine Geschwindigkeit von 250 km/h.
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