Tunnelbohrmaschine
Technische und wirtschaftliche Aspekte führten zu der Entscheidung, den Katzenbergtunnel mit Tunnelvortriebsmaschinen zu bauen. Die beiden parallel verlaufenden Tunnelröhren wurden durch zwei jeweils 220 Meter lange und 2.500 Tonnen schwere Tunnelvortriebsmaschinen mit einer Antriebsleistung von 3.200 Kilowatt aufgefahren. Der rund 95 Quadratmeter große Gesamtquerschnitt einer Tunnelröhre konnte in einem Arbeitsgang ausgebrochen werden. Die mittlere Vortriebsleistung war mit 15 Meter pro Tag kalkuliert, die Maschinen jedoch für mehr als 20 Meter pro Tag ausgelegt.
Der eigentliche Bohrschild der eingesetzten Maschinen war zehn Meter lang und hatte einen Durchmesser von rund elf Meter. Die Tunnelvortriebsmaschine löste mit einem um die Tunnelachse rotierenden Schneidrad das Gestein, das gelöste Material fiel durch die Öffnungen des Schneidrades in die Abbaukammer, wo eine Förderschnecke das Material auf ein Förderbandsystem leitete, das nach außen bis zum Zwischenlager in der Baustelleneinrichtung führte. Von der dort installierten Dosieranlage wurde das Material zur Einlagerung in den Steinbruch „Kapf“ gefördert.
Die Tunnelbohrmaschine
Der erste Vortrieb startete im Juni 2005 mit der östlichen Röhre, vier Monate später nahm die zweite Tunnelvortriebsmaschine ihre Arbeit auf. Zeitweise bis zu 90 Spezialisten waren rund drei Monate für den Aufbau und die Montage einer Maschine im Einsatz. Mit der Werksmontage der ersten Vortriebsmaschine hatte die Firma Herrenknecht am Produktionsstandort Schwanau bereits im Frühjahr 2004 begonnen.
Nach Beendigung der Vortriebsarbeiten wurden die Tunnelbohrmaschinen im Bereich des Nordportals wieder demontiert. Nun lagern die Einzelteile auf dem Gelände des Herstellers und warten auf ihren nächsten Einsatz.
Der Rohbau im Überblick
