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Naturschutz im Streckenabschnitt 7 (Appenweier–Kenzingen)

Bauvorhaben wie in der Dimension des Großprojekts Karlsruhe–Basel führen zwangsläufig auch zu Eingriffen in den Naturhaushalt. Es gilt, diese möglichst frühzeitig durch ökologische Ausgleichsmaßnahmen zu kompensieren. So auch im Streckenabschnitt 7. Im Rahmen einer Pressereise stellte Streckenabschnittsleiter Sven Adam drei von insgesamt 14 Maßnahmen vor: Das neue Durchlasswerk im Naturschutzgebiet Taubergießen, die Fischtreppe an der Elz bei Kappel-Grafenhausen und die Schutterzeller Mühle in Neuried.

Ausgleichsmaßnahmen müssen nicht dort umgesetzt werden, wo gebaut wird, sie können beispielsweise auch in einem anderen ökologischen Kontext realisiert werden. Im StA 7 gleichen deswegen Gewässerrenaturierungen auf Grundlage der seit 2000 gültigen Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) die künftigen Bautätigkeiten aus. Dafür werden insgesamt rund 10 Millionen Euro investiert.

Naturschutzgebiet Taubergießen

Über rund zwölf Kilometer erstreckt sich das Naturschutzgebiet Taubergießen entlang der französischen und deutschen Seite des Rheins - dazu gehören die Gemeinden Rheinhausen im Landkreis Emmendingen, Rust und Kappel-Grafenhausen im Ortenaukreis und Rhinau im Elsass. Das Naturschutzgebiet bietet zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Nachdem schon seit 2005 von anderen Projektpartnern Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt wurden, hat die DB 2013/2014 ein Durchlassbauwerk für das sogenannte Blauloch errichtet. Das ehemals glasklare („blaue“) Gewässer ist aufgrund der fehlenden Hochwasserdynamik verschlammt. Mit dem Durchlassbauwerk können die Gewässer östlich des Hochwasserdamms, die keine Verbindung mehr zum Rhein haben, kontrolliert gespült werden. So werden die Schlammablagerungen auf natürlichem Weg abgetragen und das Wasser gewinnt in Zukunft seine ursprünglichen ökologischen Qualitäten und die blaue Farbe zurück.

Fischtreppe an der Elz in Kappel-Grafenhausen

Um die ökologische Durchgängigkeit der Elz wiederherzustellen, errichtete die Bahn 2013/2014 eine Fischtreppe im Bereich der Wasserkraftanlage der Firma Kunz an der Alten Elz bei Kappel-Grafenhausen. Mit dem neuen 38 Meter langen Bauwerk gelingt Fischen problemlos der Aufstieg in die Elz. Damit sie auch flussabwärts ziehen können, wurde zusätzlich die bestehende Rechenanalge umgebaut. Diese Anlage verhindert, dass Fische und Treibgut in die Turbine des Wasserkraftwerks gelangen. Von dem neuen Feinrechen, dessen Stäbe einen Abstand von nur 15 Millimeter haben, profitieren vor allem Tierarten wie der nach EU-Recht geschützte Aal. Zudem wurde der Rechen mit einer flacheren Neigung gebaut, damit Fische leichter in die Abschwemmrinne gelangen können, die die Turbine umgeht.

Schutterzeller Mühle in Neuried an der Schutter

An der Schutterzeller Mühle in Neuried wird 2018 die Schutter renaturiert und vollständig durchgängig gemacht. Ursprünglich verlief die Schutter weiträumig um die Mühle herum, zukünftig soll der Flusslauf wieder an das Gewässersystem angebunden werden und Fischen als Auf- sowie Abstieg dienen. Der Hauptanteil des Wassers fließt dann über den heutigen "Altarm".

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