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Tunnel Rastatt: Vereisung im Bereich Niederbühl

Bei Rastatt-Niederbühl im südlichen Bereich des Tunnels Rastatt unterfahren die beiden Tunnelvortriebsmaschinen (TVM) die Gleise der bestehenden Rheintalbahn mit einer geringen Überdeckung von teilweise weniger als fünf Metern. Der Zugverkehr auf der bestehenden Rheintalbahn muss während des Tunnelvortriebs aufrechterhalten werden. Um trotz der gegebenen Umstände einen sicheren Vortrieb zu ermöglichen, muss der umgebende Erdboden für den Tunnelvortrieb gesichert werden. Die Lösung: Auf einer Länge von 205 Metern wird der Boden mithilfe eines ringförmigen Vereisungskörpers stabilisiert. Im ersten Schritt wurden auf östlicher und westlicher Seite der Rheintalbahn je Röhre zwei Vereisungsschächte errichtet. Aus diesen Schächten wurden von Juni 2016 bis Mai 2017 die rund 200 horizontalen Vereisungsbohrungen hergestellt.

Kühlmedium zirkuliert im Boden

Die Gefrierrohre werden als geschlossenes Kreislaufsystem in den Boden betrieben. Dazu zirkuliert eine Kühflüssigkeit (Sole) mit einer Temperatur von bis zu minus 33 Grad Celsius in den Gefrierrohren und entzieht dem Boden die Wärme. So bildet sich mit der Zeit um die Gefrierrohre herum ein Frostkörper, der sich schließlich mit denen der anderen Rohre verbindet, sodass sich ein Eisring bildet. Das Bodenwasser wird dadurch nicht nur verfestigt, das Eis übernimmt zugleich eine abdichtende Funktion.

Die TVM der Oströhre wird die Rheintalbahn in Niederbühl im Juli/August 2017 unterqueren. Die Querung der Rheintalbahn durch die Weströhre folgt im Oktober/November 2017.

Fotos: Michael Breßmer, Frank Giesen

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