Diese Website ist für die Nutzung mit aktuellen Browser-Versionen und auf mobilen Endgeräten (Tablet, Mobiltelefon) optimiert. Die Verwendung von älteren Browsern kann daher zu Fehlern in Darstellung und Funktionalität führen. Bitte verwenden Sie Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.

Kopfbild

Deutsche Bahn baut Wanderhilfe für Fische in Hugsweier

Im Februar hat die Deutsche Bahn die alte Mühle in Hugsweier zurückgebaut. Die Mühle war seit den 1950er Jahren außer Betrieb. An gleicher Stelle entsteht seit Mitte September eine Anlage, die Wasserlebewesen beim Aufstieg hilft. Nach Fertigstellung im Dezember 2020 können Fische, Krebse oder auch Muscheln die Schutter wieder problemlos durchqueren. Somit können sie neue Lebensräume besiedeln oder verloren gegangenen Lebensraum zurückzuerobern. Damit steigt die Artenvielfalt.

Die neue Wanderhilfe

Trennwände unterteilen das etwa 28 Meter lange Betonbecken in einzelne, kleinere Becken. Diese reduzieren das Gefälle. So helfen sie Fischen, die Höhendifferenz von etwa 1,2 Metern zu überwinden. Zum Schutz vor Hochwasser installiert die Bahn ein sogenanntes Streichwehr. Es ist rund zehn Meter lang.

Europäische Wasserrahmenrichtlinie für höhere Standards

Die Arbeiten stehen im Kontext der seit 2000 gültigen europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Diese fordert, Fließgewässer in einem guten ökologischen Zustand zu halten. Gleichzeitig besagt sie, die ökologische Durchgängigkeit für Wasserlebewesen zu wahren oder instand zu setzen. Insgesamt setzt die Deutsche Bahn zehn verschiedene Umweltmaßnahmen im Streckenabschnitt zwischen Appenweier und Kenzingen um. Sie gleicht damit die künftigen Bauarbeiten im Rahmen der Realisierung der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel aus. Dabei investiert sie insgesamt rund zehn Millionen Euro. Die Maßnahmen dienen dazu, Flüsse wie die Schutter wieder ökologisch durchgängig zu machen. So entstehen neue Lebensräume für Wassertiere.

Zurück