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Tunnel Offenburg: Deutsche Bahn führt Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung digital durch

Die Deutsche Bahn geht mit den Plänen für den Bau des Tunnels Offenburg in die nächste Phase. Am 24. Juni 2020 startet die „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ (FrÖb) für den Planfeststellungsabschnitt (PfA) 7.1 Appenweier–Hohberg. Die DB beabsichtigt die Planunterlagen bis zum 29. Juli in den Rathäusern öffentlich auszulegen. Da die geplanten Vor-Ort-Veranstaltungen wegen der aktuellen Corona-Pandemie nicht stattfinden können, setzt die Deutsche Bahn ihre Informationen auch digital um. Mit der FrÖb informiert die Bahn über ihr Vorhaben. Sie startet ab dem 24. Juni 2020 unter www.dialog.karlsruhe-basel.de. Besucher können hier Fragen stellen und sich in den Planungsprozess einbringen.

Die ursprünglichen Veranstaltungen finden nun online in virtuellen Räumen statt. In einem Raum präsentiert Abschnittsleiter Sven Adam das geplante Projekt. Auf einem digitalen Marktplatz können sich Interessierte an verschiedenen Themenständen informieren. Dort findet sich zum Beispiel Wissenswertes über das Großprojekt und den Tunnel Offenburg. Informationen über Schall- und Umweltschutz runden das Angebot ab. Zudem bietet die Deutsche Bahn eine Telefonhotline oder eine Online-Sprechstunde an.

Wie bei anderen Veranstaltungen zuvor, werden die Pläne auch dieses Mal über die Projektwebseite
karlsruhe-basel.de einsehbar sein. Diese sind während der gesamten Dauer der FrÖb online erreichbar. Auch virtuell stehen Informationen zur Verfügung. Anwohnende im betroffenen Planungsbereich erhalten separat weitere Informationen mit Handzetteln.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit stellt kein behördliches Verfahren dar und ersetzt dieses auch nicht. Sie soll früh über die Ziele des Vorhabens, die geplante Umsetzung und die voraussichtlichen Auswirkungen informieren.

Der Planfeststellungsabschnitt 7.1

2016 bewilligte der Bundestag die höheren Kosten für die verbesserten Planungen im Abschnitt Offenburg–Riegel. Danach begann die Deutsche Bahn mit den Planungen für den Abschnitt Appenweier–Hohberg. Vorgesehen ist, dass die Bahn in dem rund 15,5 Kilometer langen Abschnitt die Rheintalbahn ausbaut. Außerdem werden mehrere Brückenbauwerke und Geh- und Radwege angepasst. Südlich von Offenburg entsteht eine zweigleisige Neubaustrecke. Diese verläuft in weiten Teilen parallel zur Bundesautobahn 5 und umfährt die Freiburger Bucht im Abschnitt Kenzingen–Müllheim. Die Strecke ist überwiegend für den Güterverkehr gedacht. Größtes Bauwerk ist der Tunnel Offenburg: Mit 11 Kilometer Länge ist er das größte Einzelbauwerk im Großprojekt Karlsruhe–Basel. Er wird auch der längste Tunnel im deutschen Eisenbahnnetz sein. Durch den Tunnel fahren überwiegend Güterzüge. Für Anwohner wird es so deutlich leiser. Das Bauwerk wird im Norden Offenburgs an die bereits viergleisig ausgebaute Rheintalbahn und im Süden an die Neubaustrecke anbinden.

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