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Planfeststellungsabschnitt Appenweier–Hohberg (PfA 7.1): Tunnellösung für Offenburg

Der rund 15,5 Kilometer lange Abschnitt von Appenweier bis Hohberg konnte ab 2016 neu geplant werden. Kernstück des Abschnitts: der Tunnel Offenburg. Mit rund 11 Kilometer Länge ist er das größte Einzelbauwerk im Großprojekt und wird nach seiner Inbetriebnahme der längste Tunnel im deutschen Eisenbahnnetz sein. Da er hauptsächlich dem Güterverkehr dient, wird der Tunnel die Anwohner deutlich vom Lärm entlasten.

Zwei Tunnelvortriebsmaschinen (TVM) werden den Tunnel vorantreiben: Im Norden bindet er im Bereich Appenweier/Windschläg an die bereits viergleisig ausgebaute Strecke an; im Süden an die Neubaustrecke entlang der Bundesautobahn 5, südlich des Gewerbegebietes hoch3. Um seinen Bau zu realisieren, passt die Deutsche Bahn mehrere Brücken an und errichtet Kreuzungsbauwerke. Im Zuge dessen erweitert sie auch Geh- und Radwege und schließt sie an das bestehende Netz an. Weiterhin werden insgesamt rund 55 Kilometer Gleise verlegt sowie die Leit- und Sicherungstechnik einschließlich der Oberleitung angepasst.

Im Süden Offenburg laufen die beiden Gleise der Rheintalbahn. Sie werden für Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde ertüchtigt. Südlich des Gewerbegebiets hoch3 verbindet eine Kurve die Rheintalbahn mit den Gleisen der Neubaustrecke.

Planungen seit 2016

Im Bereich der Stadt Offenburg sah die vorherige Planung eine Trassenführung der neuen Gleise parallel zu den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn durch das Stadtgebiet vor. Unter Beteiligung eines Projektbeirates, bestehend aus Vertretern der Verkehrsministerien von Bund und Land Baden-Württemberg, von Bahn, der Region, der Stadt Offenburg und Bürgerinitiativen, wurde eine alternative Streckenführung erarbeitet. Bestandteil war auch eine Tunnellösung für Offenburg.

Am 26. Januar 2016 bewilligte der Deutsche Bundestag einstimmig, die Mehrkosten von 1,7 Milliarden Euro zu finanzieren. Die Bahn begann mit den neuen Planungen zum Offenburger Tunnel. Bereits Ende 2016 waren der Planungsauftrag und weitere vorbereitende Leistungen vergeben, zum Beispiel das Scoping. Scoping bezeichnet den Prozess, in dem der räumliche und inhaltliche Untersuchungsrahmen für die Umweltverträglichkeitsstudie festgelegt wird. Die Vorplanungen wurden Ende 2019 abgeschlossen. Mehr Informationen zur Vorplanung und den anschließenden Verfahrensschritten finden Sie in der Broschüre „Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier–Kenzingen (Streckenabschnitt 7)“.

Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung

Vom 24. Juni bis 29. Juli 2020 führte die Deutsche Bahn die Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz zum Tunnel Offenburg durch. Die geplanten Vor-Ort-Veranstaltungen konnten wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Daher setzte die Deutsche Bahn ihre Informationen auch digital auf ihrer Webseite um. Aus den Erkenntnissen der Vorplanung und der Frühen Öffentlichkeitsbeteiligung werden nun von Grund auf neue Planfeststellungsunterlagen erstellt.  Mit der Einleitung des verwaltungsrechtlichen Planfeststellungsverfahrens ist frühestens 2021 zu rechnen.

Weitere Informationen zum Tunnel Offenburg finden Sie hier.

Bohrprogramm im PfA 7.1

Von Juli bis November 2017 führte die Bahn ein Bohrprogramm im PfA 7.1 durch. Hier finden Sie eine Präsentation mit detaillierten Informationen zum Bohrprogramm. Zudem finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel ein Video zum Ablauf der Bohrungen.

Video

Infoangebot zum Tunnel Offenburg im Bahnhof eröffnet

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Broschüre

Planfeststellungsabschnitt 7.1 (Appenweier–Kenzingen)
Planfeststellungsabschnitt 7.1 (Appenweier–Kenzingen)
Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen
Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen

Daten & Fakten

Daten & Fakten zum Tunnel Offenburg
Daten & Fakten zum Tunnel Offenburg

Karten

Streckenkarte PfA 7.1 bis 8.0
Streckenkarte PfA 7.1 bis 8.0
Übersicht PfA 7.1 (Tunnel Offenburg)
Übersicht PfA 7.1 (Tunnel Offenburg)