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Tunnellösung für Offenburg

Im Bereich der Stadt Offenburg sah die ursprüngliche Planung eine Trassenführung der neuen Gleise parallel zu den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn durch das Stadtgebiet vor.

Die Region und die Stadt Offenburg forderten jedoch einen Tunnel, der die Schallsituation verbessert und keine Auswirkungen auf das Stadtbild hat. In einem umfassenden politischen Diskurs wurde im Gremium des eigens gegründeten Projektbeirats eine Lösung erarbeitet und anschließend im Deutschen Bundestag behandelt.

Am 28. Januar 2016 hat der Bundestag mit einem einstimmigen Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, die Mehrkosten in Höhe von rund 1,7 Milliarden Euro für die optimierten Planungen im Streckenabschnitt zwischen Offenburg und Riegel – und damit auch für den Tunnel Offenburg – als Teil des Bedarfsplanvorhabens zu übernehmen. Zu dem Gesamtpaket steuert das Land Baden-Württemberg 280 Millionen Euro bei.

Vorplanung 2017 gestartet

Mit dem Beschluss und der Finanzierungszusage des Bundes können die weiteren Vorbereitungen zur Planung des Offenburger Tunnels beginnen. Nachdem bereits die verkehrlichen und betrieblichen Parameter erarbeitet wurden, erfolgte im Herbst 2016 die europaweite Ausschreibung der Planung. Den Zuschlag erhielt ein Münchener Büro Ende 2016. Zur Vorplanung zählen Lösungsvarianten für die konkrete Lage des Tunnels als auch die im Norden vorgesehene Anbindung an die Rheintalbahn und den südlichen Anschluss an die neue Güterzugstrecke. Zusätzlich gehören auch die Umweltplanung sowie Schall- und Erschütterungsschutzuntersuchungen zur Vorplanung.

Die Planungen sind von Grund auf neu zu erarbeiten, so dass mit der Einleitung des verwaltungsrechtlichen Planfeststellungsverfahrens frühestens 2021 zu rechnen ist.

Weitere vorbereitende Leistungen wurden bereits 2016 vergeben, wie beispielsweise umfangreiche grundlegende Vermessungsleistungen und das Scoping. Beim Scoping werden die Auswirkungen auf die Umwelt geprüft und der Untersuchungsraum sowie die inhaltliche Tiefe der naturschutzfachlichen Untersuchungen festgelegt.

Daten & Fakten zum Tunnel Offenburg

Das unterirdische Bauwerk wird voraussichtlich etwa 6.750 Meter lang und als Zwei-Röhren-Tunnel konzipiert. Zweiröhrige Tunnel mit einer Länge von mehr als 1.000 Metern sind über Querstollen miteinander verbunden, dadurch kann eine Tunnelröhre der jeweils anderen als Flucht- und Rettungsweg dienen. Ein zusätzliches Wegenetz ist für diesen Zweck an der Erdoberfläche daher nicht notwendig. Auch hinsichtlich der Betriebsqualität haben zweiröhrige Tunnel einen Vorteil: Bei Wartungsarbeiten in einer Röhre kann die zweite Röhre trotzdem weiter durchfahren werden. Entsprechend geringer fallen die Umleitverkehre aus.

Der neue Tunnel wird im Regelfall durch den Güterverkehr genutzt.

Bohrprogramm im PfA 7.1

Von Juli bis November 2017 führt die Bahn ein Bohrprogramm im PfA 7.1 durch. Hier finden Sie eine Präsentation mit detaillierten Informationen zum Bohrprogramm. 

Broschüre

Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen
Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen

Karten

Video

Pressereise: Naturschutz im Streckenabschnitt 7 (Appenweier–Kenzingen)