Diese Website ist für die Nutzung mit aktuellen Browser-Versionen und auf mobilen Endgeräten (Tablet, Mobiltelefon) optimiert. Die Verwendung von älteren Browsern kann daher zu Fehlern in Darstellung und Funktionalität führen. Bitte verwenden Sie Microsoft Internet Explorer Version 10 oder höher oder eine aktuelle Version von Mozilla Firefox, Google Chrome, Safari oder Opera.

Kopfbild

Erschütterungsschutz

Der Schutz vor Erschütterungen ist, wie der Schallschutz, im Bundes-Immissionsschutzgesetz geregelt. Um schädliche Umwelteinwirkungen durch Erschütterungen zu vermeiden, führte die Bahn entlang der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel entsprechende technische Untersuchungen durch. Die Ergebnisse zeigten, dass nur in wenigen Bereichen Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Innovatives Schutzsystem

Mit dem Erschütterungsschutzsystem kommt eine aktive Schutzmaßnahme im Fahrweg zur Minderung von Erschütterungen zum Einsatz. Die Basis dieses innovativen Systems bildet ein Betontrog, auf den eine Unterschottermatte aufgebracht wird. Darüber werden Schotter, Schwellen und Gleise in üblicher Weise eingelagert. Das Besondere: Durch diese Kombination werden die für die Schallbelastung verantwortlichen Frequenzen eliminiert. Zudem erzielt das System eine hohe, dauerhafte Qualität in der Gleislage und reduziert die Kosten für Instandhaltung, da der im Betontrog liegende Schotter nicht verschmutzen kann und somit auch nicht gereinigt werden muss.

Das neuartige Erschütterungsschutzsystem hat die Bahn bereits in den Jahren 1996 und 1997 im Nordkopf des Bahnhofs Baden-Baden erfolgreich eingebaut: Den ungünstigen Untergrundverhältnissen konnte mit dem System effektiv begegnet werden. Mit den gewonnenen Erfahrungen und Messergebnissen wurde dieser Erschütterungsschutz im Jahr 2000 erstmalig als oberirdisches Erschütterungsschutzsystem auf der freien Strecke in Sinzheim zugelassen und realisiert. Eine Messung unter Zugverkehr im September 2002 hat die prognostizierte Wirkung des Systems weit übertroffen. Die Werte unterschritten deutlich die im Planfeststellungsbeschluss definierte Schutzgrenze.