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Staubemissionen durch den Eisenbahnbetrieb

Beim Betrieb von Eisenbahnstrecken kommt es zu Luftverwirbelungen, durch die Staubpartikel auf angrenzende Flächen gelangen können. Als Indikator zur Beurteilung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen gelten in diesem Zusammenhang Feinstaubfraktionen mit Partikeldurchmesser bis 2,5 Mikrometer (PM 2,5) und 10 Mikrometer (PM 10). Durch den Baustellenverkehr ist im Umfeld des Baufeldes sowie entlang der Baustraßen mit erhöhten bauzeitlichen Staub- und Abgasimmissionen zu rechnen. Die temporäre Belastung kann durch geeignete Maßnahmen (Beregnungseinrichtungen, Einsatz von Maschinen und Fahrzeugen mit Partikelfiltern usw.) reduziert werden.

 

Anteil des Schienenverkehrs an den Feinstaubemissionen insgesamt gering

Den Hauptanteil der Feinstaubemissionen aus dem Schienenverkehr bildet der Abrieb von Bremsen und, in geringerem Ausmaß, von Rädern, Schienen und Fahrdrähten. Wichtige Quellen für die Einschätzung dieser Feinstäube stellen die Studie des Schweizer Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) von 2002 sowie eine ergänzende INFRAS-Studie von 2007 und Untersuchungsberichte der für die Luftreinhaltung zuständigen Behörden in Deutschland dar. Auf Grundlage dieser Studien ist der Beitrag der beim Schienenverkehr emittierten Feinstäube PM10 mit einem Anteil von vier bis sechs Prozent am gesamten Feinstaubaufkommen gering. PM 2,5-Emissionen spielen bei Abrieben im Bahnbetrieb nach derzeitiger Kenntnis nur eine untergeordnete Rolle. Auf Grund dieser Sachlage kann davon ausgegangen werden, dass eine wesentliche Beeinflussung der Gesamtsituation durch den Eisenbahnbetrieb nicht erfolgen wird.

 

Schlussfolgerung und rechtlicher Rahmen

Angesichts mangelnder Anhaltspunkte für unzumutbare Immissionen aus dem Bahnbetrieb besteht im Rahmen des Projekts Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel kein aktueller Regelungsbedarf. Sofern eine Erfordernis für Messstellen im künftigen unmittelbaren Trassenbereich bestünde, müsste dies auf Grundlage der 39. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (39. BImSchV) von der zuständigen Landesbehörde – und nicht von der Vorhabenträgerin – festgelegt werden. Die Verlagerung des Individualverkehrs auf die Schiene kann dazu beitragen, die Luftbelastung, beispielsweise bei Smog-Wetterlagen, zu reduzieren, unter anderem durch die Reduzierung des Ausstoßes von Dieselrußpartikeln.