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Staubemissionen durch den Eisenbahnbetrieb

Beim Betrieb von Eisenbahnstrecken kommt es zu Luftverwirbelungen, durch die Staubpartikel an angrenzende Flächen gelangen können. Als Indikator zur Beurteilung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen gilt in diesem Zusammenhang Feinstaub mit einem Partikeldurchmesser bis 10 Mikrometer. Durch den Baustellenverkehr ist im Umfeld des Baufeldes sowie entlang der Baustraßen mit erhöhten bauzeitlichen Staub- und Abgasimmissionen zu rechnen. Die temporäre Belastung kann durch geeignete Maßnahmen (Beregnungseinrichtungen, Einsatz von Maschinen und Fahrzeugen mit Partikelfiltern usw.) reduziert werden.

Anteil des Schienenverkehrs insgesamt sehr gering

Den Hauptanteil der Feinstaubemissionen aus dem Schienenverkehr bildet der Abrieb von Bremsen und, in geringerem Ausmaß, von Rädern, Schienen und Fahrdrähten. Eine wichtige Quelle für die Einschätzung dieser Feinstäube stellen die Studie des Schweizer Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) von 2002 sowie Untersuchungsberichte der für die Luftreinhaltung zuständigen Behörden in Deutschland dar. Der Beitrag der beim Schienenverkehr emittierten Feinstäube PM10 ist mit einem Anteil von 0,8 bis 4,5 Prozent am gesamten Feinstaubaufkommen sehr gering. Auf Grund dieser Sachlage kann davon ausgegangen werden, dass eine wesentliche Beeinflussung der Gesamtsituation durch den Eisenbahnbetrieb nicht erfolgen wird.

Angesichts mangelnder Anhaltspunkte für unzumutbare Immissionen aus dem Bahnbetrieb besteht im Rahmen des Projekts Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel kein aktueller Regelungsbedarf. Sofern ein Erfordernis für Messstellen im künftigen unmittelbaren Trassenbereich bestünde, müsste dies auf Grundlage der 22. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (22. BImSchV) von der zuständigen Landesbehörde – und nicht von der Vorhabenträgerin – festgelegt werden. Die Verlagerung des Individualverkehrs auf die Schiene kann dazu beitragen, die Luftbelastung, beispielsweise bei Smog-Wetterlagen, zu reduzieren, unter anderem durch die Reduzierung des Ausstoßes von Dieselrußpartikeln.