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Geänderte Streckenführung erfordert neue Planung

Südlich von Offenburg, im Bereich der ursprünglich geplanten PfA 7.2 - PfA 8.0 (Kappel-Grafenhausen, Herbolzheim und Kenzingen), sahen die Planungen eine Bündelung der beiden neuen Gleise mit den bestehenden Gleisen der Rheintalbahn vor.

Mehrere Kommunen und Bürgerinitiativen forderten jedoch den Bau von zwei Gleisen für den Güterverkehr in Bündelung mit der Autobahn 5 (A 5). Diese alternative Trassenführung (Kernforderung 2) wurde in einem umfassenden politischen Diskurs im Projektbeirat diskutiert.

Am 28. Januar 2016 hat der Bundestag mit einem einstimmigen Beschluss die Bundesregierung aufgefordert, die Mehrkosten in diesem Bereich in Höhe von rund 565 Mio. Euro für die optimierten Planungen im Streckenabschnitt zwischen Hohberg und Riegel als Teil des Bedarfplanvorhabens zu übernehmen. Hierzu steuert das Land Baden-Württemberg 223,6 Millionen Euro bei.

Die Finanzmittel sind vorgesehen für

  • eine geänderte Trassenführung zwischen Offenburg und Riegel entlang der A 5 inkl. übergesetzlichem Lärmschutz sowie
  • den Ausbau der Rheintalbahn von 160 auf 250 Kilometer pro Stunde inkl. zusätzlicher Überholgleise sowie übergesetzlichem Lärmschutz.

Vorplanung soll 2020 abgeschlossen werden

Im Herbst 2016 wurde die Ausschreibung für die Planungsleistungen der neuen Trassenführung zwischen Offenburg und Riegel vorbereitet. Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde der Planungsauftrag im April 2017 vergeben. Aktuell läuft die Vorplanung in den drei Planfeststellungsabschnitten. Voraussichtlich Ende 2020 führt die Bahn hierzu die Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung durch; das erste Planfeststellungsverfahren für diesen Streckenabschnitt wird frühestens 2022 eingeleitet.

Vorbereitende Maßnahmen, wie umfangreiche grundlegende Vermessungsleistungen, ein erstes Bohrprogramm zur Baugrunderkundung und das Scoping wurden abschlossen. Beim Scoping werden die Auswirkungen auf die Umwelt geprüft und der Untersuchungsraum sowie die inhaltliche Tiefe der naturschutzfachlichen Untersuchungen festgelegt. Derzeit werden bereits einzelne Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen des Projekts vorab umgesetzt.

Die beiden neuen Gleise an der Autobahn A 5 werden zukünftig im Regelfall für den Güterverkehr vorgesehen sein, Personenzüge fahren weiterhin auf der bestehenden Rheintalbahn, die auf 250 km/h ertüchtigt und teilweise 4-gleisig ausgebaut wird.

Video

Ökologische Ausgleichsmaßnahme an der Rohrburger und Schutterzeller Mühle

Bohrprogramm im Streckenabschnitt 7 (Appenweier–Kenzingen)

Pressereise: Naturschutz im Streckenabschnitt 7 (Appenweier–Kenzingen)

Broschüre

Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen
Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier bis Kenzingen

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