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Geologie des Tunnels Offenburg

Um den Baugrund (die Geologie und Hydrogeologie) für die Planungen und den Bau des Tunnels Offenburg umfassend zu erkunden, werden im Planfeststellungsabschnitt 7.1 mehrere Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Dieses sogenannte Bohrprogramm wird in zwei Stufen eingeteilt. Der Baugrund wird zunächst in einem gröberen Raster begutachtet, zu einem späteren Zeitpunkt dann in detaillierterem Raster.

Bohrkerne aus den Bohruntersuchungen (Foto: Charlotte Petrik/DB AG)

Untersuchungen in zwei Stufen

Ziel der ersten Untersuchungsstufe war es, einen Überblick über den Baugrund und die anstehenden Grundwasserverhältnisse für die Vorplanung zu erhalten. Dahingehend wurde die Lage und Tiefe der Bohrungen in einem Raster von 200 bis 400 Metern und einer Tiefe von 10 bis 42 Metern geplant. Zusätzlich wurden drei weitere Bohrungen bis zu einer Tiefe von 80 Metern durchgeführt. Sie dienten dazu, den Aufbau des in diesem Bereich vorliegenden Grundwasserleiters näher zu untersuchen. Um Aussagen zu dem aktuellen Grundwasserstand zu erhalten, wurden 17 Kernbohrungen zu Grundwassermessstellen ausgebaut.

Im Juli 2017 wurde mit den Erkundungsbohrungen begonnen. Die Arbeiten umfassten 64 Bohrungen sowie unter anderem Kampfmittelerkundungen, Leitungsrecherchen und Untersuchungen der Verdichtung des Bodens. Während der Arbeiten wurde eine große Anzahl an Proben aus den Bohrkernen entnommen, welche im Anschluss in Labors untersucht wurden. In einem Gutachten werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst.

Die Stufe zwei des Bohrprogramms befindet sich aktuell in der Vorbereitung der Ausschreibung. Das Konzept für diese Untersuchungsstufe wird auf Grundlage der bereits abgeschlossenen Vorplanung des Tunnels erstellt. Dadurch ist schon genauer definiert, wo die Eisenbahntrasse beziehungsweise der Tunnel verlaufen sollen und an welchen Stellen der Baugrund daher besonders genau untersucht werden muss. In der zweiten Stufe wird das Raster der Bohrpunkte deshalb verdichtet und im Bereich von speziellen Bauwerken ausgebaut werden. Die Ergebnisse dienen als Grundlage für die Entwurfsplanung.