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Neuartige Befestigung der Oberleitung im Tunnel

Bei der Befestigung der Fahrleitung im Katzenbergtunnel setzte die Bahn auf ein neues Verfahren: Die Auslegerkomponenten wurden nicht über die sonst üblichen Ankerschienen, sondern direkt an den Tunnelringen, den Tübbingen, befestigt. Bei diesem Verfahren mussten mehrere Faktoren berücksichtigt werden: Zum einen waren die optimalen Längsspannweiten einzuhalten, außerdem durften die Befestigungen immer nur in einem 80 Millimeter breiten Streifen des jeweiligen Tunnelrings angebracht werden. Da die einzelnen Tübbingelemente in ihrer Lage variierten und zudem in den sogenannten Schlusssteinen überhaupt keine Bohrungen durchgeführt werden durften, stellte die Planung der Bohrpunkte eine besondere Herausforderung dar.

Das ausführende Unternehmen entwickelte für die verschiedenen Oberleitungsbauteile neun Bohrschablonen. Diese wurden an dem ermittelten Fixierpunkt angesetzt und mit Unterdruck angesaugt. Damit durch die Bohrungen keine Verschmutzungen in den Tunnel gelangen konnten, wurde der Bohrstaub in einem Arbeitsgang abgesaugt. Für die Arbeit in luftiger Höhe von acht Metern wurden neue Arbeitsbühnen eingesetzt, die den Baustellenverkehr im Tunnel nicht beeinträchtigten – ein wichtiger Aspekt in der Tunnellogistik. Für die rund 20 Kilometer Fahrleitung des Katzenbergtunnels wurden insgesamt Befestigungspunkte für 2.150 Bauteile benötigt.