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Moderne Leit- und Sicherungstechnik

Mit dem Einsatz moderner Leit- und Sicherungstechnik werden die Betriebsabläufe zunehmend automatisch gesteuert und überwacht. Das ist nicht nur unter Kostengesichtspunkten vorteilhaft, sondern ermöglicht auch eine verbesserte Auslastung der Bahnstrecken und eine höhere Qualität der Betriebsführung. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Stellwerke, die die Weichen und Signale beispielsweise bei der Einfahrt in einen Bahnhof stellen. Im Bereich der Rheintalbahn gibt es aktuell noch eine Vielfalt von Stellwerken mit unterschiedlicher Technik: Die meisten sind mit Relaistechnik ausgestattet, ein einzelnes wird sogar noch mechanisch betrieben. Elektronische Stellwerke (EStW) liefern die Basis für einen deutlich höheren Automatisierungsgrad in der Betriebsführung. Beim EStW übernehmen Rechner die Einstellung der Fahrstraßen, wodurch sich Überwachung und Steuerung räumlich konzentrieren lassen. Die EStW sind in so genannten Unterzentralen organisiert, die meist kleinere Stellwerke steuern. Entlang der Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe–Basel sind in Achern, Offenburg und Freiburg bereits solche Unterzentralen installiert, eine weitere ist in Buggingen vorgesehen. Gesteuert werden diese vier Unterzentralen von der Betriebszentrale in Karlsruhe, die wiederum an die bundesweite Zentrale, die Netzleitstelle in Frankfurt, angeschlossen ist.

Computergesteuertes System erhöht Leistungsfähigkeit

Im Hinblick auf eine Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Kernnetz wurde im Juni 2001 auf einer Pilotstrecke zwischen Offenburg und Basel das neue computergesteuerte Leit- und Sicherheitssystem CIR-ELKE (Computer Integrated Railroading – Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Kernnetz) eingeführt. Mit dessen Hilfe soll die Leistungsfähigkeit um 15 Prozent gesteigert werden. Das Leit- und Sicherungssystem ersetzt die Lichtsignale an der Strecke durch individuelle Signale direkt im Führerraum der Züge. Dadurch sind höhere Zuggeschwindigkeiten und geringere Zugabstände möglich. In der Summe steigert die neue Technik die Effizienz der Strecke und erzielt eine höhere Betriebsqualität.

ETCS, das künftige europäische Leit- und Sicherungssystem

Um den internationalen Schienenwettbewerb zu fördern, hat die EU einen verbindlichen Gesetzesrahmen zur Harmonisierung des Schienenverkehrs in Europa geschaffen. Ziel ist es unter anderem, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr durch ein europäisches standardisiertes Leit- und Sicherungssystem zu erleichtern. Langfristig soll das neue ETCS (European Train Control System) die heute noch 22 unterschiedlichen Zugsicherungssysteme ersetzen. Die Strecke Karlsruhe–Basel wird mit diesem neuen System ausgerüstet. Die bislang eingesetzte Technik findet auch weiterhin Verwendung, da die Umrüstung aller Züge und Strecken europaweit noch einige Jahre dauern wird.

Digitales Mobilfunknetz für die Zukunft

Voraussetzung für das europäische Leit- und Sicherungssystem ETCS ist der neue Digitalfunk GSM-R (Global System for Mobile Communications - Rail). Die Deutsche Bahn baut GSM-R auf 24.000 Streckenkilometern des bundesweiten Schienennetzes auf und ersetzt dort den klassischen, analogen Zugfunk. Durch diesen europäischen Standard im Bahnfunk wird die betriebliche Kommunikation weiter verbessert. Neben der hohen Verfügbarkeit von mehr als 99,9 Prozent bietet GSM-R die Möglichkeit zum gezielten Datenaustausch, beispielsweise mit einzelnen Zügen oder Fahrdienstleitern. Im Bereich der Güterumfahrung Freiburg sowie dem Katzenbergtunnel werden neue GSM-R-Standorte aufgebaut.