Leit- und Sicherungstechnik

Foto: Deutsche Bahn AG/Volker Emersleben

Automatisiertes Schienennetz

An der Strecke Karlsruhe-Basel kommt modernste Leit- und Sicherungstechnik zum Einsatz. Mit deren Hilfe überwacht und steuert die Bahn ihre Betriebsabläufe zunehmend automatisch. Das ermöglicht eine verbesserte Auslastung der Bahnstrecken. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Stellwerke. Sie regeln die Weichen und Signale beispielsweise bei der Einfahrt in einen Bahnhof. Früher wurden diese überall noch von Hand bedient. Heute erlauben Elektronische Stellwerke (ESTW) deutlich mehr Automatisierung in der Betriebsführung. Solche Anlagen sind in Achern, Offenburg und Freiburg bereits installiert. Eine weitere ist in Buggingen vorgesehen. Gesteuert werden diese vier Unterzentralen von der Betriebszentrale in Karlsruhe. Sie ist wiederum an die bundesweite Netzleitstelle in Frankfurt am Main angeschlossen.

Ein Mann sitzt vor vielen Bildschirmen, die virtuelle Gleisnetze zeigen.
Modernste Technik im elektronischen Stellwerk (Deutsche Bahn AG / Kai Michael Neuhold)

Leit- und Sicherungssystem für Europa

Um den grenzüberschreitenden Bahnverkehr zu erleichtern, setzt die EU auf ein standardisiertes Sicherheitssystem. Das European Train Control System (ETCS) soll die heute noch 22 unterschiedlichen Zugsicherungssysteme ersetzen. Voraussetzung für das europäische Leit- und Sicherungssystem ETCS ist der neue Digitalfunk GSM-R (Global System for Mobile Communications - Rail). Die Deutsche Bahn hat auf rund 30.000 Kilometern des bundesweiten Schienennetzes GSM-R aufgebaut. Dieser ersetzt dort den klassischen, analogen Zugfunk.

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