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Planfeststellungsabschnitte (PfA) 8.5 bis 8.9: Ausbau der bestehenden Rheintalbahn

Planfeststellungsabschnitte (PfA) 8.5 bis 8.9: Ausbau der bestehenden Rheintalbahn

Im Streckenabschnitt 8 (Planfeststellungsabschnitte 8.5 bis 8.9) wird die bestehende Rheintalbahn (Rtb) zwischen Teningen und Buggingen ertüchtigt und ausgebaut. Die Züge des Personenfernverkehrs werden die Ausbaustrecke der Rheintalbahn künftig mit bis zu 200 Kilometer pro Stunde befahren können. Die Ertüchtigung und der Ausbau der bestehenden Rheintalbahn kann erst nach der Inbetriebnahme der Neubaustrecke für den Güterverkehr erfolgen (Güterumfahrung, Planfeststellungsabschnitte 8.0 bis 8.4).

Erkundungsbohrungen an der Rheintalbahn

Zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. Juni 2021 führt die Deutsche Bahn Erkundungsbohrungen an der Rheintalbahn durch. Die Bohrungen finden überwiegend entlang der bestehenden Bahnstrecke zwischen Teningen und Buggingen im Abstand von 50 bis 200 Metern statt. Zwischen Schallstadt und Ehrenkirchen wird auch abseits der Bahngleise der Baugrund untersucht.

Insgesamt führt die Bahn rund 1.180 Bohrungen, Schürfe, Kampfmitteluntersuchungen und weitere Erkundungsmaßnahmen durch. Entlang der Gleise wird bis zu einer Tiefe von 10 Metern gebohrt. Nur abseits der Bahnstrecke, zwischen Schallstadt und Ehrenkirchen, kommen auch Kernbohrungen mit einer Tiefe von durchschnittlich 40 Metern und maximal bis zu 110 Metern zum Einsatz.

Wozu macht die Bahn ein Bohrprogramm?

Die Bahn baut die Rheintalbahn auf der gesamten Strecke zwischen Karlsruhe und Basel viergleisig aus. Zwischen Kenzingen und Müllheim entsteht eine neue Strecke für den Güterverkehr. Ab 2031 wird der Großteil des Güterverkehrs nicht mehr durch den Großraum Freiburg fahren, sondern entlang der Bundesautobahn 5 geführt. Anschließend nimmt sich die Bahn den Ausbau der bestehenden Bahnstrecke durch die Freiburger Bucht vor. Diese Bahnstrecke wird ab 2032 ertüchtigt und für eine höhere Fahrgeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometer fit gemacht. Die jetzt anstehenden Bohrungen markieren den Beginn der Planungen. Die Bodendaten geben der Bahn Auskunft darüber, was im Zuge der Ertüchtigung alles gemacht werden muss. Im Bereich des Batzenbergs untersucht die Bahn außerdem den Boden für einen neuen Bahntunnel.

Wann wird gebohrt?

Aufgrund der hohen Zugverkehrsauslastung auf der Rheintalbahn kann die Bahn im Gleisbereich und an den Bahnsteigen nur nachts zwischen 22 und 7 Uhr arbeiten. Belästigungen durch Lärm lassen sich dabei leider nicht vermeiden. Die Erkundungsbohrungen können in einer Entfernung von bis zu 200 Metern zu hören sein. Für die entstehenden Unannehmlichkeiten bittet die Deutsche Bahn um Entschuldigung. In der Regel wird sich das Bauteam etwa 1 bis 2 Nächte an derselben Stelle aufhalten und dann zum nächsten Bohrpunkt weiterwandern. Über die genauen Termine der Nachtarbeiten in den jeweiligen Gemeinden werden die Anwohner durch Handzettel gesondert informiert.

Überblickskarte: Die geplanten Arbeiten pro Abschnitt
Anwohnerinformationen

Daten & Fakten zur Ausbaustrecke

Die Ausbaustrecke der Rheintalbahn im Streckenabschnitt 8 ist rund 45 Kilometer lang, zweigleisig und umfasst 15 Verkehrsstationen (Bahnhöfe und Haltepunkte). Zudem befinden sich 112 Straßen- sowie Eisenbahnüberführungen entlang der Strecke. Im Rahmen der Ausbauarbeiten müssen teilweise die bestehenden Bauwerke angepasst oder neu gebaut werden. Es sind daher Untersuchungen für den Um- oder Neubau von Stützwänden, Schallschutzwänden, Durchlässen und sonstigen Kreuzungsbauwerken erforderlich.

Um die Geschwindigkeitserhöhung auf 200 km/h auf dem kompletten Abschnitt der Rheintalbahn zu ermöglichen, ist die Trassierung im Bereich südlich von Freiburg (PfA 8.7) anzupassen. Eine Machbarkeitsuntersuchung zeigt für diesen Bereich drei verschiedene Tunnelvarianten auf. Abhängig von der jeweiligen Variante sind Anpassungen der Bestandsstrecke und den in diesem Bereich liegenden Verkehrsstationen notwendig.

Digitale Planungsmethode erstmalig im Einsatz

In diesem Projektabschnitt erfolgt die Planung ausschließlich unter Einsatz von Building Information Modeling (BIM). Die Anwendung von BIM ermöglicht die Verknüpfung der 3D-Planung mit der Termin- und Kostenplanung zu einem 5D-Modell. So besteht bereits vor Baubeginn die Möglichkeit alle Bauphasen bis hin zum Betrieb virtuell darzustellen.

Karten

Broschüre

Ausbau der Rheintalbahn in der Freiburger Bucht