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Elektromagnetische Felder

Die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) befasst sich mit der Umwelteinwirkung durch elektromagnetische Felder. Hierbei unterscheidet sie Immissionen aus Hochfrequenzanlagen (Frequenzbereich 10 Megahertz bis 300.000 MHz) und Niederfrequenzanlagen (Frequenzen 16,7 Hertz und 50 Hz).

Hochfrequenzanlagen

In die Kategorie Hochfrequenzanlagen fallen die ortsfesten Sendefunkanlagen zur Übertragung von z. B. Radio, TV, und Mobiltelefone sowie die bahnbezogenen Funkanwendungen GSM-R (Global System for Mobile Communications-Railway). Für die Funkversorgung der Bahn werden entlang der Strecke GSM-R-Anlagen aufgebaut, die in den Frequenzbereichen 876-880 MHz und 921-925 MHz arbeiten. Die Abstrahlung der Funksignale erfolgt über GSM-R-Sendemasten. Die zu bauenden Anlagen werden so bemessen, dass die Grenzwerte der 26. BImSchV eingehalten werden. Um zu gewährleisten, dass diese auch unter Berücksichtigung von Immissionen anderer ortsfester Sendefunkanlagen eingehalten werden, ist zum Bau der Anlagen für jeden Standort eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen erforderlich. Diese Standortbescheinigung ist das Ergebnis eines sogenannten Standortverfahrens, einer umfassenden Analyse, die von der Bundesnetzagentur durchgeführt werden muss. Nur bei erfolgreichem Abschluss des Verfahrens, das heißt, wenn der Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern am Installationsort gewährleistet ist, erteilt die Bundesnetzagentur eine Standortbescheinigung. Ohne diese darf eine ortsfeste Funkanlage nicht in Betrieb genommen werden.

Standorte, für die eine Standortbescheinigung erteilt wurde, werden später in unregelmäßigen Abständen und ohne Kenntnisse der betreffenden Betreiber überprüft. Dadurch ist sichergestellt, dass nur Funkanlagen errichtet werden können, die die Grenzwerte nach der 26. BImSchV einhalten.

Niederfrequenzanlagen

Zu den bahnseitigen Niederfrequenzanlagen zählen die Bahnoberleitungen. Die Prognose der projektbedingten magnetischen Induktion für die 16,7-Hz-Oberleitungsanlagen basiert auf Berechnungen der Bahn. Diese wurden vom Forschungs- und Technologiezentrum der Deutschen Bahn AG unter der Annahme ungünstigster Betriebsbedingungen exemplarisch durchgeführt. Die Berechnungen ergaben, dass in allen Anliegerbereichen der Grenzwert nach der 26. BImSchV selbst unter ungünstigsten Betriebsbedingungen weit unterschritten wird. Selbst unmittelbar unter der Oberleitung – auch auf stark frequentierten Strecken – werden die Grenzwerte mit Sicherheit eingehalten, auch für schutzbedürftige Personengruppen, z. B. Personen mit Herzschrittmacher, ergeben sich im allgemein zugänglichen Bereich einer elektrifizierten Strecke keine Beeinträchtigungen durch magnetische Felder.

Eine Erhöhung der Immission durch Überlagerung der magnetischen Felder der 110 kV-Bahnstromleitung Karlsruhe-Basel/Muttenz, die in unregelmäßigem aber großem Abstand zur Gleistrasse parallel zur Bahnlinie verläuft, und der Oberleitung an den Gleisen tritt nicht auf, weil der Abstand zwischen beiden Leitungen dafür zu groß ist.

Die tatsächlich auftretenden Werte lassen bis zur Erreichung der in der 26. BImSchV festgelegten Vorsorge-Grenzwerte hohe Sicherheitsfaktoren, die dem Vorsorgeaspekt zugute kommen. Nach dem aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisstand ist deshalb generell eine gesundheitliche Beeinträchtigung durch magnetische Felder der Oberleitung nicht zu befürchten.