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Der Tunnel Offenburg

Der Projektbeirat hatte eine Tunnellösung für Offenburg empfohlen (sog. Kernforderung 1) und der Bundestag Anfang 2016 die Finanzierung der voraussichtlichen Planungs- und Baukosten zugesagt. Auf dieser Basis hat die Bahn anschließend mit den neuen Planungen für die Neubau- und Ausbaustrecke im Bereich der Stadt Offenburg begonnen.

Ende 2019 wurde die Vorplanung zum Tunnel Offenburg abgeschlossen. Diese umfasst neben den Lösungsvarianten für die konkrete Lage des Tunnels auch seine Anbindungen: im Norden an die Rheintalbahn und die bereits in Betrieb befindlichen Streckenabschnitte 2–6, Im Süden an die geplante neue Güterzugstrecke. Auch die Umweltplanung sowie Untersuchungen zum Schall- und Erschütterungsschutz waren Bestandteil der Vorplanung.

Mehr Informationen zur Vorplanung und den anschließenden Verfahrensschritten finden Sie in der Broschüre „Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier–Kenzingen (Streckenabschnitt 7)“.

Daten und Fakten zum Tunnel Offenburg

Der Tunnel Offenburg wird mit einer Länge von rund 11 Kilometern in der Ost- beziehungsweise 9 Kilometern in der Weströhre der derzeit längste Tunnel im deutschen Eisenbahnnetz sein. Zugleich entlastet er die Anwohner deutlich vom Verkehrslärm, da hauptsächlich Güterzüge den Tunnel nutzen werden. Zwei Tunnelvortriebsmaschinen (TVM) treiben die Röhren von Süden nach Norden voran. Diese etwa 100 Meter langen Maschinen verschalen den Tunnel bereits während des Vortriebs mit stützenden Ringen aus Stahlbeton (Tübbinge).

Im Süden, südlich des Gewerbegebietes hoch3, taucht die autobahnparallele Neubaustrecke in das südliche Tunnelportal ab. Von dort senkt sich der Tunnel ab, bis er im Bereich der Bundesstraße 33a mit rund 25 Metern seinen tiefsten Punkt erreicht. In einem Bogen steigen die Röhren wieder an, verlaufen nordwestlich des Stadtzentrums und unterqueren den Güterbahnhof in Offenburg. Im Bereich Appenweier/Windschläg binden die Röhren dann an die bereits viergleisig ausgebaute Rheintalbahn an.

Der Tunnel Offenburg wird nach dem Zwei-Röhren-Prinzip konzipiert. Dabei verbinden insgesamt 15 Querstollen die beiden Röhren gemäß dem Sicherheits- und Rettungskonzept miteinander.

Wie es weitergeht

Vom 24. Juni bis 29. Juli 2020 führte die Deutsche Bahn die Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 25 Abs. 3 Verwaltungsverfahrensgesetz zum Tunnel Offenburg durch, um die geplante Umsetzung der Maßnahme der Öffentlichkeit vorzustellen. Hierbei erhielten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig die Möglichkeit, sich am laufenden Planungsprozess zu beteiligen und ihre Anmerkungen sowie Anregungen zu äußern. Da die geplanten Vor-Ort-Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnten, setzte die Deutsche Bahn ihre Informationen auch digital auf ihrer Webseite um.

Mit der Einleitung des verwaltungsrechtlichen Planfeststellungsverfahrens ist frühestens 2021 zu rechnen.