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In Vorplanung: Der Tunnel Offenburg

Nach der Entscheidung des Projektbeirats zur Tunnellösung für Offenburg (Kernforderung 1) und der finanziellen Bewilligung durch den Bundestag Anfang 2016, wurden die Planungen für die Neubau- und Ausbaustrecke im Bereich der Stadt Offenburg neu begonnen.

Aktuell befindet sich der Tunnel Offenburg in der Vorplanung. Diese wurde 2017 gestartet und umfasst die Erarbeitung von Lösungsvarianten sowohl für die konkrete Lage des Tunnels als auch für die im Norden vorgesehene Anbindung an die Rheintalbahn und die bereits in Betrieb befindlichen Streckenabschnitte 2–6 sowie den südlichen Anschluss an die neue Güterzugstrecke. Auch die Umweltplanung sowie Schall- und Erschütterungsschutzuntersuchungen sind Bestandteil der Vorplanung.

Mehr Informationen zur Vorplanung finden Sie in der Broschüre „Frühe Planungsphase im Bereich Appenweier–Kenzingen (Streckenabschnitt 7)“.

Daten und Fakten zum Tunnel Offenburg

Der zukünftige Tunnel Offenburg führt von seinem Nordportal im Bereich des Stadtteils Windschläg westlich an Offenburg vorbei zu seinem Südportal an der Autobahn (A) 5 bei Schutterwald. Der Tunnel mit einer Gesamtlänge von circa 11 Kilometern (Oströhre) beziehungweise 9 Kilometern (Weströhre) wird als Zwei-Röhren-Tunnel konzipiert und soll im Regelfall durch den überregionalen Güterverkehr genutzt werden. Die zwei eingleisigen Röhren werden zu großen Teilen bergmännisch aufgefahren.

Zweiröhrige Tunnel mit einer Länge von mehr als 1.000 Metern sind über Querstollen miteinander verbunden, dadurch kann eine Tunnelröhre der jeweils anderen als Flucht- und Rettungsweg dienen. An den Tunnelportalen werden Rettungsplätze eingerichtet, die gemäß dem Sicherheits- und Rettungskonzept an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden werden. Sofern die beiden Tunnelröhren in größeren Entfernungen oder unterschiedlichen Höhenlagen auseinanderliegen, bedarf es zusätzlicher Rettungsplätze oberhalb des Tunnels mit entsprechenden Zu- und Abgängen. Dies wird aufgrund der komplexen Anbindung voraussichtlich im nördlichen Bereich der Fall sein. Zweiröhrige Tunnel haben auch hinsichtlich der Betriebsqualität einen Vorteil: Bei Wartungsarbeiten in einer Röhre kann die zweite Röhre trotzdem weiter befahren werden. Entsprechend geringer fallen die Umleitverkehre durch das Stadtgebiet von Offenburg aus.

Erste Entwürfe

Aktuell werden auf Grundlage von unterschiedlichen Parametern erste Trassierungsentwürfe erarbeitet. So muss im Norden ein Anschluss an den Bestand der Rheintalbahn und die in diesem Bereich schon bestehende Neubaustrecke geplant werden, bei dem die verschiedenen Gleise durch Kreuzungsbauwerke über- oder untereinander geführt werden, sodass keine gegenseitigen Behinderungen entstehen. Auch die Bestandsgleise des Güterbahnhofs, Straßen- und Flussquerungen sind unter anderem zu berücksichtigen. Im Süden fließen Zwangspunkte wie das Gewerbegebiet „hoch³“, der 6-streifige Ausbau der A 5 oder zum Beispiel die Kreuzung des Ensel- und Dorfbachs mit ein. Für die Planungen werden hierfür umfangreiche Informationen von Trägern öffentlicher Belange eingeholt und Abstimmungen geführt.

Nach den ersten Erkenntnissen verlaufen die Tunnelröhren im wesentlichen Kernbereich des Tunnels auf der Trasse der für den Projektbeirat erarbeiteten Machbarkeitsstudie.

Wie es weitergeht

Nach derzeitigem Planungsstand wird im 1. Halbjahr 2019 die Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung (nach § 25 VwVfG) durchgeführt, um die geplante Umsetzung der Maßnahme der Öffentlichkeit vorzustellen. Hierbei erhalten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig die Möglichkeit, sich am laufenden Planungsprozess zu beteiligen und ihre Anmerkungen sowie Anregungen zu äußern.

Mit der Einleitung des verwaltungsrechtlichen Planfeststellungsverfahrens ist frühestens 2021 zu rechnen.