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Sicherheit im Tunnel

Grundlage des Sicherheits- und Rettungskonzeptes im Tunnel Offenburg ist die Richtlinie „Anforderungen des Brand- und Katastrophenschutzes an den Bau und den Betrieb von Eisenbahntunneln“ des Eisenbahnbundesamtes (EBA). In dem Konzept werden die Maßnahmen zur Selbstrettung durch Zugpersonal und Reisende und Fremdrettung durch die Feuerwehren und Rettungsdienste festgelegt.

Beim Offenburger Tunnel verlaufen die Tunnelröhren im Norden in einem so großen Abstand, dass sie aus rettungstechnischer Sicht separat betrachtet werden müssen. In diesem Bereich werden deshalb jeweils im Abstand von 500 Metern Notausgänge vorgesehen. An jedem Notausgang ist ein Rettungsplatz mit 1.500 Quadratmeter Fläche angeordnet. Die Rettungsplätze erhalten eine Anbindung an das öffentliche Straßennetz, entsprechend den Anforderungen der EBA-Richtlinie.

In dem Bereich, in dem die Tunnelröhren des Offenburger Tunnels nah beieinander und annähernd parallel liegen, kommt das sogenannte Prinzip der korrespondierenden Röhren zur Anwendung. Alle 500 Meter ermöglicht eine Querverbindung, dass bei einem Unfall in einer der Röhren die andere als Rettungsröhre dient. Als Fluchtwege werden insgesamt 15 Querverbindungen zwischen den zwei Tunnelröhren gebaut, über die die Fahrgäste im Falle eines nicht vorhergesehenen Ereignisses in den jeweils nicht betroffenen Tunnel gelangen.

Prinzip der korrespondierenden Röhren

Rettungsstollen

Die Rettungsstollen gewährleisten, dass der Weg zum nächsten sicheren Bereich höchstens 250 Meter beträgt. Die Verbindungsstollen werden mit Schleusenkammern ausgestattet, die eine Länge von mindestens zwölf Metern bei einer lichten Höhe und Breite von jeweils 2,25 Metern aufweisen. Selbstschließende Türen dichten die Schleusen rauchsicher ab. Rettungswege mit 1,2 Meter Breite und 2,2 Meter lichter Höhe verlaufen auf der in Fahrtrichtung gesehen jeweils linken Seite der Röhren. Piktogramme und Richtungspfeile zeigen alle 125 Meter beziehungsweise alle 25 Meter die Richtung und Entfernung zum nächsten sicheren Bereich an. In jeder Röhre wird eine Löschwasserleitung mit Entnahmestellen im Abstand von 125 Metern verlaufen.

Feste Fahrbahn

Der gesamte Tunnelbereich sowie die Rampen werden mit einer befahrbaren Festen Fahrbahn bis zu den Zufahrten zu den beiden außerhalb des Tunnels liegenden Rettungsplätzen ausgestattet. Nach dem Prinzip der korrespondierenden Röhren kann die jeweils nicht betroffene Röhre als Rettungsweg genutzt werden. Gleichzeitig erlauben die Verbindungsbauwerke den Rettungskräften Zutritt zum Unglücksort.

Im Abstand von 125 Metern sind Entnahmestellen der Löschwasserleitung installiert. Da die Schienen im Tunnel Offenburg auf einer „Festen Fahrbahn“ angebracht sind, können Rettungskräfte den Tunnel mit Straßenfahrzeugen befahren. Die Feste Fahrbahn wird bis zu den Zufahrten zu den Rettungsplätzen eingebaut. An beiden Tunnelenden werden Rettungsplätze mit einer Fläche von jeweils 1.500 Quadratmetern eingerichtet.

Beispiel: Feste Fahrbahn im Katzenbergtunnel (Foto: Sebastian Roedig/DB AG)